Inachevée, vivante
Von: Pierrine Poget
- La Baconnière, Genève, 2024
Inachevée, vivante ist ein Glasfenster-Buch – zusammengesetzt aus tausend farbigen Splittern. Seine Wortbilder vibrieren und rauschen in unseren Ohren.
Ein Haus am Meer, das «Gebiet einer Frau» in Briance – seine Gerüche, die Fotografien und Briefe, die dort wiedergefunden werden, die «harten Blumen» im trockenen Garten.
Bilder von Corot, Vuillard, Berthe Morisot, bis hin zu Textil-Installationen von Heidi Bucher, die Landschaften, Häute und Leiber ins Helle werfen, «dem Tageslicht und dem Flimmern der Luft zurückgeben».
Ein Frauenkörper, gepackt von egoistischen Armen, vergewaltigt, betäubt, versöhnt, verblüfft, erschöpft, verschenkt und sich selbst zurückgegeben.
Dies einige schwebende Fragmente, verstreute Bestandteile dieses unmöglich einzuordnenden Buchs, das auf den Lippen den Geschmack seines Titels hinterlässt: derjenige des Unvollendeten, Lebendigen. (ab Übers. rg)