In Wahrheit war es schön

Von: Carlo Leone Spiller

Carlo Leone Spillers Debüt erkundet die fliessenden Übergänge von Biografie und Fiktion, von Nichtigkeiten und Existenziellem. C. wird in den Neunzigerjahren in der Zürcher Altstadt gross. Ein recht stereotypes Aufwachsen, in Anekdoten erzählt: Es gibt Freundschaften, erste Abenteuer, die Scheidung der Eltern, Schwierigkeiten am Gymnasium, ein Liebäugeln mit der anarchistischen Hausbesetzerszene. C. versucht, sich zurecht zu finden in der Welt und kreist dabei permanent um sich selbst, auf der Suche nach dem Ich, dem Eigenen, Individuellen. Was nun tatsächlich wahr ist und was gekonnt erdichtet, bleibt am Ende Spillers Geheimnis. Sein Erstling ist ein Coming of Age-Roman, bei dem das Spiel mit der Sprache klar im Vordergrund steht. (ts)

Der Protagonist C. wird zu Beginn der Neunziger Jahre in eine Zürcher Künstlerfamilie geboren. Er schlittert die Kirchgasse herunter, streitet mit seinen Eltern, übt sich in Telepathie, entdeckt die Liebe und — das Schreiben. Doch einige Jahre sollen vergehen, bis C. tatsächlich am Schweizer Literaturinstitut studiert. Wilde Jahre in Buenos Aires, Zürich und Berlin sind der Hintergrund, vor dem C. zu dem wird, was man Schriftsteller nennt. Wie viel persönliche Arbeit dahinter steckt, und wie sehr Schriftsteller auf ihr Leben als Material zurückgreifen, davon erzählt dieses epische Buch, mit Leidenschaft und verletzlicher Offenheit. (Nagel & Kimche)

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