Ich bin doch nicht hier, um Sie zu amüsieren

Von: Nora Gomringer

«Bei mir ist das Lautlesen eines Textes nicht wegzudenken in seinem Entstehungsprozess.» Das Zitat definiert den poetischen Kern von Nora Gomringers Werk. Sprache ist – selbstverständlich – Klang, Tonfall, hörbarer Ausdruck von Emotionen. Eine umfangreiche Sammlung ihrer alten Gedichte, ein neuer Band mit Sprechtexten sowie neue Aufsätze und Reden demonstrieren diesen strikten Zusammenhang aufs Virtuoseste. Gomringer beherrscht die Palette der sprachlichen Ausdrucksmöglichkeiten vom onomatopoetischen Gedicht bis zum Opernlibretto. Und obendrein versteht sie es ausgezeichnet, wie die Aufsätze und Reden bezeugen, amüsant und witzig über ihre Arbeit Auskunft zu geben. (bm)

Ich bin doch nicht hier, um Sie zu amüsieren
Der Dichter als Lieferant abrufbarer Stimmungen ... so versteht sich Nora Gomringer nicht. Was die Lyrikerin neben der Poesie so umtreibt, kann man diesem heiteren und doch profunden zweiten Band Gomringers mit Texten und Reden entnehmen. Es geht um Freiheit und Fremdheit, Fernsehen und Kino, Literatur und Lesungen, Sprache und Rhythmus. Auch enthalten: der Text «Recherche», für den sie den Ingeborg-Bachmann-Preis erhielt. Nora Gomringer mag zwar nicht dazu da sein, ihre Leser zu amüsieren, kann dieses aber mit Leichtigkeit tun. (Buchpräsentation Voland & Quist Verlag)

Mehr zu Ich bin doch nicht hier, um Sie zu amüsieren