Hotel der Zuversicht

Von: Michael Fehr

Vier Dutzend Erzählungen, keine länger als acht Seiten, viele kürzer als eine. Inhaltsangaben sind möglich, aber – im besten Sinne – nicht sinnvoll. Fehr schreibt so kurz, als ob Abstruses gerade durch ausführliche Beschreibung seinen Reiz verlöre. Nicht alle der Erzählungen können auf dem gleichen Niveau überraschen und faszinieren. Aber in den besten Momenten sind sie verwirrt und erleuchtet, wie eine Traumerinnerung direkt nach dem Aufwachen. (tl)

Ein einfacher Mann geht die Strasse entlang, kommt an einem Hotel vorbei und wird vom Pagen auf einem verworren gemusterten Teppich in ein ausserordentliches Zimmer geflogen: Willkommen im «Hotel der Zuversicht»! Hier treten sie alle auf, die Geschäftsmänner und Wissenschaftler, die Erfinderinnen, Privatdetektive und Spioninnen, der Modeschöpfer und die Gräfin, Schulkinder, Tanten und Verlobte, Hunde und Katzen, die Gutsherren, Räuber und Polizisten, der Seiltänzer, die Sängerin und die Rezeptionistin. Mit kräftigen und bildhaften Strichen skizziert Michael Fehr seine Figuren und Szenen und lädt die Leser:innen in eine Welt ein, in der andere Regeln gelten. Ob als traumhafte und magische Geschehnisse oder in beziehungsreichen Konflikten – immer beleuchten die 48 Erzählungen existenzielle Zustände des Menschseins. (Der gesunde Menschenversand)

Mehr zu Hotel der Zuversicht