Herbertgeschichten

Von: Elisabeth Schrom

Einmal die Woche, jeweils dienstags, trifft sich Herbert im Stadtpark mit Rudolf. Sie füttern die Spatzen und reden über dies und jenes. Rudolf findet, Herbert brauche eine Frau. Herbert wehrt ab, trotzdem antwortet er eines Tages auf eine «Sie sucht ihn»-Annonce.  Ivana ist für den diskreten Herbert aber zu resolut, so nimmt diese Geschichte schnell wieder ein Ende. Vielleicht wäre Frau Kramer mit ihrem Gulasch ohnehin eine bessere Wahl. Elisabeth Schroms verschmitzte Geschichten erzählen mit schlichter Genauigkeit und mit liebevoller Ironie von einem ganz gewöhnlichen älteren Herrn und seinen sympathischen Macken. (bm)

Herbertgeschichten
Wie vertreibt sich einer, der weder Familie noch Ziele hat, nach seiner Pensionierung seine Zeit? Er geht einkaufen, putzt, geht spazieren, kocht. Jede Woche trifft er pünktlich im Park auf seinen Freund Rudolf, und dann sitzen sie eine Weile auf ihrer Bank. Jedes Jahr über Weihnachten macht er eine Reise. Ausserdem erfreut er sich an den Gegenständen, die er im Laufe der Jahre gesammelt hat. Die besten Jahre hat Herbert hinter sich, aber auch er hat noch Träume. Er träumt von einer Putzfrau, die sich um seine umfangreiche Sammlung kümmert. Auch von einem gemeinsamen Leben mit einer Frau träumt er manchmal, aber die Bekanntschaft mit Ivana entwickelt sich nicht so, wie er sich das vorgestellt hat. Herberts Leben mag unspektakulär verlaufen, aber je näher man ihn kennenlernt, desto mehr lässt sich mit ihm lachen, manchmal auch über ihn, oder mit ihm über die Welt sinnieren. Man merkt, Herbert ist einer, der weiss, was er hat: seine Nachbarin Frau Kramer, seinen Freund Rudolf und dessen Frau Edith und seine Unabhängigkeit. (Buchpräsentation Zytglogge)

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