Hat man erst angefangen zu reden, kann alles Mögliche dabei herauskommen.

Von: Pirmin Beeler

Ein junger Mann besucht seine Mutter in einer abgelegenen Provinz der Türkei, wo sie mit ihrem Mann Ali, den sie in der Schweiz im Supermarkt kennengelernt hatte, ein einfaches Leben führt. Behutsam erzählt Pirmin Beeler in seiner ersten Graphic Novel die Lebensgeschichte einer psychisch kranken Frau. Die Bildsprache der aufs Wesentliche reduzierten Tuschezeichnungen oszilliert zwischen Nähe und Distanz. Ihre sorgfältig komponierte Abfolge schafft Platz für eigene Assoziationen und besticht mit feinem Humor, der oft in Details aufscheint. (fs)

Mit wunderschönen, stimmungsvollen Bilder erzählt Pirmin Beeler die Geschichte einer Frau, die versucht, ihre schwierige Vergangenheit endgültig hinter sich zu lassen. «Ich besuche meine Mutter Anne in einem kurdischen Dorf im Südosten der Türkei, sie wohnt da mit ihrem Mann Ali, unzähligen Katzen und den beiden Ziegen Heidi und Peter. Ali hatte sie in der Schweiz kennengelernt. Er arbeitete bei einem Bauern, sie an der Kasse. Anne beginnt nach einer schweren Krise und psychischer Krankheit, ihr Leben im Ausland wieder neu aufzubauen. Sie war vor meiner Geburt in einer psychiatrischen Klinik gewesen. Mehr weiss ich nicht, sie will nicht darüber sprechen.» (Präsentation der Graphic Novel, Edition Moderne)

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