Guter Mann im Mittelfeld

Von: Andrei Mihailescu

Andrei Mihailescu, 1965 in Bukarest geboren und 1981 in die Schweiz emigriert, erzählt in Guter Mann im Mittelfeld von einem Menschen, der in die Mühlen der Securitate gerät. Der Journalist Stefan Irimescu erhält für seinen beruflichen Ungehorsam eine brutale Warnung verabreicht. Als er dreckig und zerschlagen den Weg nach Hause sucht, wird er abermals verprügelt, von Bauarbeitern, die gerade einen Sündenbock benötigen. Doch die anwesende Kontrolleurin Raluca lässt sich nicht täuschen. Die Begegnung mit Stefan verändert auch ihr bisher privilegiertes Leben, mit allen Konsequenzen. Trotz stilistischer Unsicherheiten gelingt Mihailescu ein eindrücklicher Roman. (bm)

Guter Mann im Mittelfeld
Bukarest 1980: Der Journalist Stefan Irimescu wird verhaftet, weil er kritische Leserbriefe nicht weiterleitete, um deren Verfasser zu schützen. Er landet im Gefängnis und wird im Namen des Kommunismus gefoltert und eingeschüchtert. Als er freikommt, trifft er Raluca – Ehefrau von Ilie Stancu, einem vielversprechenden Parteisekretär des Bezirks. Sobald die Affäre Stancu zu Ohren kommt, lässt er sich scheiden und nimmt das Angebot seines Freundes von der Securitate an, sich an Stefan zu rächen. Andrei Mihailescu, der zu Beginn der 80er selbst mit seiner Familie aus Rumänien in die Schweiz floh, ist ein atemlos spannender Roman gelungen über das Leben, die Liebe und die kleinen Fluchten in einer gnadenlosen Diktatur. (Buchpräsentation Nagel & Kimche)

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