Gschwind oder Das mutmasslich zweckfreie Zirpen der Grillen
Von: Urs Mannhart
- Secession, Berlin, 2021
Urs Mannharts neuer Roman Gschwind spielt in einer zeitlich nahen Zukunft, die bald schon Realität sein könnte: Klimawandel, Wundermetalle und Erdbeben im Berner Oberland. Mannhart legt mit dem schnellen Text eine Art Business-Thriller vor, der es knapp verpasst, in eine echte Farce auszuarten. Schade, dass der Titelheld so stereotyp ist – der Roman strotzt vor guten Ideen, einprägsamen Episoden und spannend recherchierten Passagen zu Minenraubbau, politisierten Mediendebatten und der Psychologie der Wirtschaftsgläubigkeit. (tl)