Grave panique
Von: Patrick Delachaux
- Zoé, Genève, 2011
Der ehemalige Genfer Polizist Patrick Delachaux greift für seine Arbeit als Schriftsteller auf seine eigene Erfahrung zurück. In Roman, Essay oder Dokumentarfilm – Patrick Delachaux erscheint in Ursula Meiers Film Pas les Flics, pas les Noirs, pas les Blancs ("Nicht die Bullen, nicht die Schwarzen, nicht die Weissen") – zeichnet der Autor ein neues, fragileres und sozialeres Berufsbild des Polizisten. Sein letzter Roman Grave Panique knüpft an die beiden früheren Flic de quartier ("Quartierbulle") und Flic à Bangkok ("Bulle in Bangkok") an. Mittels der Autofiktion stellt Patrick Delachaux gesellschaftliche Fragen in umgangssprachlicher Form. So befasst sich Grave Panique mit dem Thema der Jugend in den Pariser Vorstädten. Der Roman porträtiert die Jugendlichen der Banlieues anhand einiger Figuren verschiedener Herkunft, die in Drogenhandel oder Hehlerei verstrickt sind. Parallel dazu ermittelt der Erzähler, der Genfer Polizist Patrick, in einem Prostitutionsfall, dessen Verästelungen bis in die französische Hauptstadt führen. Die beiden Geschichten treffen sich am Ende und verleihen dem Geschehen eine politische und soziale Dimension. (rg)