Gottfried Keller-Handbuch

Von: Ursula Amrein, Gottfried Keller

Die Gottfried Keller-Forschung ist gut auf den 200. Geburtstag des Autors im Jahr 2019 vorbereitet. Mit einem Team von 14 Kellerspezialistinnen und -spezialisten hat die Zürcher Germanistin Ursula Amrein ein Gottfried Keller Handbuch herausgegeben, das einen aufschlussreichen Rundgang durch Kellers Leben, seine Werke, ihre Entstehung, Wirkung und Erforschung bietet. Das Handbuch trägt allen Schriften Kellers Rechnung, neben den bekannten Romanen und Novellen auch der Lyrik, den Dramenversuchen, dem bildkünstlerischen Nachlass, den politischen und amtlichen Schriften, den Briefen, den autobiografischen Texten und allen Studien-, Notiz- und Geschichtsschreibbüchern. Es gewährt so insbesondere eine neue Sicht auf die poetologischen Implikationen seiner Texte und situiert diese in verschiedenen Kontexten seiner Zeit. Schon zu Lebzeiten und dann vor allem in der beeindruckenden Nachwirkung erweist Keller sich als einer der bedeutendsten Autoren der Weltliteratur. (dr)

Gottfried Keller-Handbuch
Gottfried Keller gehört zu den bedeutendsten Autoren des Realismus. Mit seinen Romanen und Novellen hat er die Epoche massgeblich geprägt. Walter Benjamin erklärte ihn zu einem der «drei oder vier grössten Prosaiker deutscher Sprache» überhaupt. Doch nicht nur als Erzähler trat Keller hervor. Er wollte Maler und Dramatiker werden, fand als Lyriker erste Anerkennung, mischte sich in die Politik ein, schrieb Kunstkritiken und unterhielt ausgedehnte Korrespondenzen. Das Handbuch bringt Kellers Werk unter Berücksichtigung des Nachlasses erstmals in seinem vollen Umfang zur Darstellung. Entlang der Schauplätze Zürich, München, Heidelberg und Berlin rekonstruiert es die wichtigsten Stationen im Leben des Autors und verortet sein Schaffen im kulturellen und politischen Kontext der Zeit. Mit Blick auf die Wirkungsgeschichte wird Keller darüber hinaus als Wegbereiter der Moderne erkennbar. (Klappentext J. B. Metzler Verlag)

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