In ihrem zweiten Erzählband _Goldfischgedächtnis_ erzählt Monique Schwitter von Menschen, die zwischen den Erwartungen anderer und den eigenen Träumen zerrieben werden. Sie fühlen sich fremd in den Lebensrollen. In diesem prekären Zustand fängt die Autorin ihre Figuren exakt ein. Es geht ihr um die Haltlosigkeit des Seins, deshalb gibt es in diesen Geschichten keine narrative Erlösung, sondern nur die Gewissheit, dass es weiter geht. Irgendwie. In den besten der 14 Erzählungen findet Schwitter einen eigenen, wiedererkennbaren Ton, allein das schon zeichnet diesen Band aus. (Beat Mazenauer)