Glitsch

Von: Adam Schwarz

Reisen sind Stresstests für Beziehungen. So auch für Léon und Kathrin, die mit einem Kreuzfahrtschiff durch die Nordostpassage nach Japan reisen. Nach einem belanglosen Streit verschwindet Kathrin unvermittelt und lässt Léon ratlos zurück. Bald schon geschehen seltsame Dinge mit Léon, der zu glauben beginnt, dass an Bord eine Sektengemeinde am Werk sei. In seinem zweiten Roman Glitsch erzählt Adam Schwarz von einer Reise, in der sich die Wahrnehmung des Helden allmählich trübt und eine Welt voller «glitches», Fehler im Code, zu erkennen gibt. Der Autor schmückt sie mit Lust am Spiel und am Zwielicht erzählerisch aus. (bm)

Mit einem Nachwort von Philipp Theisohn

Pools, Plastikpalmen, Polarsonne: Léon Portmann durchquert auf einem Kreuzfahrtschiff die ganzjährig eisfreie Nordostpassage. Klimakatastrophentourismus mit Schlagerprogramm und Analogfisch auf der Speisekarte inklusive. Eigentlich wollte seine Freundin Kathrin die Reise allein machen, doch er hat sich ungefragt angehängt. Dabei sind die Risse zwischen den beiden offenkundig. Als Kathrin spurlos verschwindet, macht Léon sich auf die Suche nach ihr. Er taucht immer tiefer in den Schiffsbauch ab und gerät unter Verdacht, ein blinder Passagier zu sein. Weder Kathrin noch er stehen auf der Bordliste. Nach der Beziehung erhält auch die Wirklichkeit Risse: Gibt es Kathrin überhaupt? Und was haben ein neuseeländischer Philosoph, obskure Internetforen und ein 15 Jahre altes Videospiel damit zu tun? *Glitsch* ist der Trennungsroman zum Ende der Menschheit. Ein abgründiger Abgesang auf die Welt, wie wir sie zu kennen glauben, packend und klug in Szene gesetzt. (Zytglogge)

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