Für Seka
Von: Mina Hava
- Suhrkamp, Berlin, 2023
Die Familie von Seka ist in den 1970er-Jahren aus Bosnien in die Schweiz emigriert. Die Erinnerung an die alte Heimat lastet aber auch Jahrzehnte später noch wie ein Schatten auf ihr. Deshalb macht sich Seka anhand von Fotos, von Erinnerungen und von Lektüren auf die Suche nach der brüchigen, schmerzhaften Vergangenheit, für die das serbische Gefangenenlager Omarska als schreckliches Symbol steht. Mina Havas beeindruckender Debütroman ist eine fragmentierte, komplexe und vor allem sehr überzeugende Recherche, die die Erfahrung des Schmerzes nur berichten, nicht schmälern kann. (bm)