Für immer alles
Von: Jeannette Hunziker
- Lenos, Basel, 2024
In Jeannette Hunzikers Debüt Für immer alles muss die Ich-Erzählerin die Beerdigung ihres Vaters und die Räumung seiner Wohnung organisieren, nachdem sie lange keinen Kontakt mehr zu ihm hatte. Diese Aufgabe wird zum Anlass, Erinnerungen Revue passieren zu lassen, eigene Bruchstellen zu begreifen und ihre Identität zu hinterfragen. Der Roman verzichtet auf eine lineare Handlungsstruktur und einen grossen Spannungsbogen. Vielmehr geht es darum, dem Vater und sich selbst schreibend noch einmal näher zu kommen, das eigene Leben zu ordnen und der Frage nachzugehen, was uns zu den Menschen macht, die wir sind, und wie Freiheit möglich ist. (lc)