Fünfers Schatten

Von: Daniel Goetsch

Daniel Goetschs sechster Roman erzählt aus dem Leben des poète maudit und Dramatikers Maxim Diehl, den eine Schaffenskrise auf die südfranzösische Insel Porquerolles führt. In den Erzählungen des Amerikaners Jack Quintin glaubt er für sich einen Romanstoff zu finden. Dass Quintin als Soldat der Reeducation 1945 in Deutschland weilte, liesse vielleicht sogar eine Verbindung zwischen den beiden erahnen. Ein Biograph folgt diesen Spuren und bringt darin den Helden zum Verschwinden. Goetsch verklammert in seinem Roman zwei Lebensgeschichten miteinander, die kaum unterschiedlicher sein könnten. Dabei greift er beredt und schwungvoll eine Reihe von historischen Themen und gesellschaftlichen Szenen auf. (bm)

Auf dem Höhepunkt seines Ruhms reist der Dramatiker Maxim Diehl auf die Insel Porquerolles, um seine Autobiographie zu schreiben. Die mediterrane Kulisse soll ihm helfen, sich seinen Erinnerungen an die Kindheit, an den hartherzigen Vater und die verträumte Mutter zu stellen. Dabei wirft sich für ihn die existentielle Frage auf, ob man im Vergleich zu den Schicksalen des 20. Jahrhunderts heute überhaupt noch eine Biographie haben kann. (Buchpräsentation Klett-Cotta)

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