Frühe Pflanzung

Von: Anna Ospelt

Die «poetische Bepflanzung der Schwangerschaft» nennt die Autorin ihre Erkundung der ersten Schwangerschaft und des ersten Jahres mit dem Baby. Die Natur, wie sie die Autorin im Garten und im Lauf der Jahreszeiten beobachtet, die Gesellschaft, die sich einmischt mit Kommentaren und Ratschlägen und kreative Schreibexperimente, mit denen die Autorin dem Neuen, das sie in ihrem Leben gerade erfährt, gerecht zu werden versucht, bilden die miteinander verwobenen inhaltlichen Ebenen dieses Buches. Durchaus bekannt mit der Literatur zum Thema und auf diese verweisend, findet Ospelt ihre eigene und ganz erstaunliche Form, mit dem Thema umzugehen. (vb)

Ein Setzling wird in die Erde gepflanzt, man giesst vorsichtig und wartet. Ein Kind wächst während der Schwangerschaft im Bauch der Mutter heran und kommt zur Welt. Diese elementaren Vorgänge beschreibt Anna Ospelt in ihrer unnachahmlich poetischen Weise. Erkundungen zum Kind, zum Garten, zu den Bäumen und Vögeln verflechten sich zu einem starken Text über den Beginn des Lebens. Und immer ist die gesellschaftliche Frage präsent: Was bedeutet Mutter werden heute für eine Frau, ihre Arbeit, im Fall der Autorin: ihr Schreiben? *Frühe Pflanzung* ist eine feinfühlige Untersuchung von Elternschaft und eine eigenwillige Auslegeordnung von Naturbeobachtungen. (Limmat Verlag)

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