Findet mich

Von: Doris Wirth

Doris Wirths erster Roman Findet mich erzählt die Geschichte von Erwin, einem Mann Mitte fünfzig, der urplötzlich ohne Pass und Papiere seine Familie verlässt und ins Ungewisse fährt. Seine Flucht ist nicht nur ein Streben nach Freiheit, sondern auch nach Anerkennung und Liebe. In den Fängen der Höhen und Tiefen einer Psychose hinterlässt Erwin Spuren, in der Hoffnung, dass seine Familie ihn findet. Wirths subtiler Ton und ihre Sensibilität im Umgang mit Erwins Krankheit sind die grossen Stärken dieses Texts. In vielschichtigen und kurzweiligen Rückblenden entsteht eine gelungene Familiengeschichte, die uns schmerzlich daran erinnert, wie fragil das Leben ist. (lc)

Krawatte, Dienstgrad, Feierabendbier: Es könnte immer so weiter gehen. Doch Erwin, Mittfünfziger, Familienvater, bricht aus. Einst ein Freigeist, stürzt er sich nach Jahrzehnten wieder in ein wildes, ungebundenes Abenteuerleben. Er taucht unter, flieht in die Natur, gilt bald als vermisst. *Findet mich* zeichnet das Psychogramm eines Mannes, dem letztlich eine Psychose diagnostiziert wird und dessen Familie ihn nicht mehr wiedererkennt. Doris Wirth erzählt diese Geschichte als Langzeitporträt, das wechselnde Perspektiven einnimmt; sie blendet zurück in die Vergangenheit von Erwins Ehe, in die sozialen Umstände der Familiengründung und die Reaktionen der in diesen Umständen aufwachsenden Kinder. *Findet mich* ist ein packendes Romandebüt, das nach den Auswirkungen der Selbstdefinition über Leistung und Arbeit fragt und Zwänge und Begrenzungen in unserer Gesellschaft aufzeigt. (Geparden Verlag)

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