FH
Von: Laurent Cennamo
- Samizdat, Grand-Saconnex, 2016
Der Genfer Laurent Cennamo stellt in FH drei so zarte Gedichtzyklen vor, dass es schwierig scheint, davon zu sprechen, ohne sie zu beschädigen. Das Wort «Diaphan» drängt sich auf, um diese Dichtung zu beschreiben. Ohne der Grausamkeit unserer bedrohten und beschränkten Leben aus dem Weg zu gehen, macht sie sich so durchscheinend, dass sie die Welt in ihrer ganzen Pracht spüren lässt. Sie erfindet ein lauteres Glück, umhüllt mit «Staub, der eine leichte Distanz zwischen dem Zuschauer und der Mauer legt, die gleichzeitig eine Einladung, einzutreten, einzudringen scheint». Zwischen Schmerz und Freude ergreift den Leser eine Art leuchtende Endlichkeit, so dass er ebenfalls ruhig und gewiss feststellt: «Die einzige Art, sich mit der Sonne, dieser runden Trockenheit, zu vereinen: auch ich werde Wärme». (fd, Übers. rg)