Fern von hier

Von: Adelheid Duvanel

Fern von hier versammelt erstmals sämtliche Erzählungen von Adelheid Duvanel in einem Band. Die kurz bis sehr kurz gehaltenen Prosaminiaturen sind flüchtige Momentaufnahmen, die hartnäckig nachhallen: Gezeigt werden die Perspektiven der Wenig- bis Gar-nicht-Gehörten und ihre behelfsmässig konstruierten Wirklichkeiten. Adelheid Duvanel gelingt es, ohne jedes Pathos die Tragikomik des wirklichen Lebens einzufangen. Fünfundzwanzig Jahre nach ihrem Tod erhält das Werk der Basler Schriftstellerin damit hoffentlich die Aufmerksamkeit, die ihm gebührt. (ts)

Herausgegeben von Elsbeth Dangel-Pelloquin. Mit Texten von Friederike Kretzen, Elsbeth Dangel-Pelloquin

Adelheid Duvanel ist eine Meisterin der kleinen Form. Die radikale poetische Kraft ihrer Sprache macht sie zu einer der bedeutendsten Stimmen der Schweizer Literatur des 20.Jahrhunderts. Ihre kurzen Erzählungen sind Momentaufnahmen aus dem Leben von meist versehrten Existenzen, die sich aber in ihren fatalen Verhältnissen mit schlafwandlerischer Sicherheit bewegen. In ihrem eigensinnigen Beharren auf ihre Sicht der Welt bewahren sie sich ihre Würde gegen die Zumutungen des Lebens. Ja, sie finden gerade in der Abweichung vom Verlangten eine Kühnheit, die den Texten ihre umwerfende Energie gibt. Sie sind von hoher poetischer Präzision, jede Figur «in Einzelanfertigung». Trotz ihres manchmal finsteren Inhalts leben die Texte von überraschenden, absurden Wendungen und einer wunderbaren hintergründigen Komik. Diese Ausgabe vereinigt erstmals alle in Buchform publizierten und einige der in Zeitschriften und Zeitungen erschienenen Erzählungen Adelheid Duvanels in einem Band, der dieser grossartigen Autorin wieder den Platz in der Schweizer Literatur einräumt, der ihr gebührt. (Limmat Verlag)

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