Einsamkeit mit rollendem ‹r›
Von: Ilma Rakusa
- Droschl, Graz, 2014
Manche Menschen, denen wir unterwegs begegnen, lernen wir genauer kennen. Oft aber bleiben von ihnen nur kurze Eindrücke, die sich mitunter erst in der Erinnerung vertiefen. In ihren Buch Einsamkeit mit rollendem ‹r› erzählt Ilma Rakusa von solchen Begegnungen. Vierzehn Variationen über Einsamkeit, Sehnsucht, Versehrtheit, flüchtige Lieben, melancholische Erinnerungen und Versuche, dem allem ein Glück abzutrotzen. Eingedenk der Flüchtigkeit ihrer Bekanntschaften hat Rakusa dafür eine schwebende, oft aufgeraute Sprache gefunden, die die porträtierten Menschen nur umgarnt, nie gefangen nimmt. (bm)