Eins im Andern

Von: Monique Schwitter

Monique Schwitters Roman beschreibt einen Reigen von zwölf Lieben, die nach den zwölf Aposteln benannt sind, eine nach der andern: Eins im Andern. Die Erzählerin erinnert sich an Liebschaften in vielen Schattierungen und versucht sie zu Papier zu bringen. Dies ist kein leichtes Unterfangen. Sie muss sich gegen innere und äussere Widerstände durchsetzen. Mit etwas Abstand und einer Reise in die Heimat ihrer Kindheit gelingt es ihr schliesslich, nicht nur Bilanz zu ziehen, sondern zum Kern ihres Liebens vorzudringen. Eins im Andern ist ein virtuos  komponiertes, funkelndes Buch, in dem es nicht nur um die Liebe, sondern um alles geht. (bm)

Eins im Andern
Eines Abends erfährt sie, als sie, statt zu schreiben, nach ihrer ersten Liebe googelt, dass er sich aus dem achten Stock gestürzt hat. Vor fast fünf Jahren schon. Sie ist schockiert, ebenso sehr über seinen Selbstmord wie über die Tatsache, dass sie ihn gar nicht vermisst hat. Nun hat sie ihn am Hals, stärker als zu Lebzeiten. Was ist das, die Liebe? Wieso kann sie kommen und gehen? Wohin geht sie, wenn sie geht? Und was ist eigentlich mit der aktuellen Liebe los? Der sitzt in seinem Zimmer und checkt Mails oder sieht fern. Die Protagonistin in Monique Schwitters neuem Roman beginnt nun eine Liebesrecherche: Sie handelt ihre Liebesbiographie an zwölf Männern ab, die weit mehr als die Namen gemein haben mit den Aposteln, den Gesandten des Glaubens und der Liebe. Es sind beinahe mythische Umrisse von Männern, die sie schreibend mit Liebe, Leben und Geschichte füllt. Und je länger sie schreibt, desto stärker schiebt sich die Rahmengeschichte, ihre aktuelle Liebessituation, ins Zentrum, bis sie die Handlung übernimmt. _Eins im Andern_ ist ein außergewöhnliches Buch: ein Wagnis, ein trickreiches, konsequentes Spiel mit Leben und Fiktion. Seine mitreißend lebendige Sprache verleiht ihm, bei aller Intensität, eine fast heitere Leichtigkeit. (Buchpräsentation Literaturverlag Droschl)

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