Ein Winter in Istanbul

Von: Angelika Overath

Einen Winter nur will Cla, Lehrer an einer internationalen Internatsschule im Engadin, in Istanbul verbringen. Die dreimonatige Auszeit soll seiner Forschung über Nikolaus von Kues gewidmet sein und ihm helfen, mit gewissen Dingen ins Reine zu kommen, zum Beispiel was seine Beziehung zur schönen Alva betrifft. Doch für den Engadiner Lehrer, der in seinem Leben immer versucht hat, die Erwartungen anderer nicht zu enttäuschen, hält das ehemalige Kostantinopel und Byzanz ganz andere Pläne bereit. Wie sagt doch das Zitat von T.S. Elliot: «For us, there is only the trying. The rest is not our business». (nf)

Goldenes Horn, Bosporus, das alte Byzanz: Angelika Overath erzählt von einer Stadt voller Schönheit und Widersprüche, in der eine unerwartete Liebe möglich wird. Einen Winter will Cla, Religionslehrer aus dem Engadin, in Istanbul verbringen. Er arbeitet an einer Studie über die Konstantinopel-Mission von Nikolaus von Kues. Doch kaum lernt Cla den jungen türkischen Kellner Baran kennen, taucht er mit ihm ein ihn die Stadt: Sie streifen durch die Gassen und über Märkte, sitzen am Meer und in Cafés, gehen ins Hamam. In ihren Gesprächen prallt die spätmittelalterliche Welt mit ihrer Trennung in Ost- und Westkirche unmittelbar auf das religiös gespaltene Istanbul der Gegenwart. Bei einem geheimen Treffen der Derwische erlebt Cla, wie nah sich christliche Mystik und islamischer Sufismus sein können. Ohne es zu wollen hat er sich in Baran verliebt. Erst als seine Verlobte aus der Schweiz zu Besuch kommt, begreift Cla, wie weit er aus seinem Leben gefallen ist. (Buchpräsentation Luchterhand Literaturverlag)

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