Ein simpler Eingriff

Von: Yael Inokai

Ein simpler chirurgischer Eingriff, der Patientinnen (vor allem Frauen) von Wut und Aggressionen befreien soll. Meret, eine Schwester, die dem Arzt aus Überzeugung bei diesen Eingriffen assistiert, bis eine Reihe an Begegnungen ihr Glaube an den medizinischen Fortschritt ins Wanken bringen. In ihrem dritten Roman verwebt Yael Inokai einen realen historischen Stoff mit einer aufkeimenden Liebesgeschichte zwischen zwei Frauen, um in einer präzisen, berührenden Sprache von den Abwegen einer entmenschlichten Medizin zu erzählen und die starren Geschlechterrollen einer normierten Gesellschaft zu hinterfragen. (mg)

Meret ist Krankenschwester. Die Klinik ist ihr Zuhause, ihre Uniform trägt sie mit Stolz, schließlich kennt die Menschen in ihrem Leiden niemand so gut wie sie. Bis eines Tages ein neuartiger Eingriff entwickelt wird, der vor allem Frauen von psychischen Leiden befreien soll. Die Nachwirkungen des Eingriffs können schmerzhaft sein, aber danach fängt die Heilung an. Daran hält Meret fest, auch wenn ihr langsam erste Zweifel kommen. *Ein simpler Eingriff* ist nicht nur die Geschichte einer jungen Frau, die in einer Welt starrer Hierarchien und entmenschlichter Patientinnen ihren Glauben an die Macht der Medizin verliert. Es ist auch die intensive Heraufbeschwörung einer Liebe mit ganz eigenen Gesetzen. Denn Meret verliebt sich in eine andere Krankenschwester. Und überschreitet damit eine unsichtbare Grenze. (Hanser Berlin)

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