Effetto notte

Von: Lou Lepori

Effetto notte (in der von ihm selbst übersetzten französischen Version La Nuit américaine) ist der vierte Roman des in der Westschweiz lebenden Tessiner Autors Pierre Lepori. Trotz des ausdrücklichen Verweises auf François Truffauts Mise en abyme (den Film Die amerikanische Nacht) der den gesamten Text durchzieht, lässt sich der kurze Roman jedoch nicht auf ein Filmzitat reduzieren. Effetto notte ist in erster Linie ein vielstimmiges, akustisches Werk, ein Lese- wie auch ein Hörerlebnis. Der Radiojournalist Alessandro begibt sich ins selbstgewählte Exil nach Amerika auf der Suche nach sich selbst. Dabei hört er den verschiedenen Stimmen zu, die sich in seiner Abwesenheit bei seiner Radiosendung melden und ihr Leben erzählen. In der geografischen Entfernung, auf der anderen Seite der Erdkugel, wird die Nacht zum Tag und der Sprecher zum Zuhörer – für die anderen und für sich selbst. (Sara Lonati in Viceversa 14, 2020. Übersetzung Ruth Gantert)

Alessandro, giornalista radiofonico in crisi, dopo una promettente carriera, si ritrova a condurre una trasmissione notturna. Gli ascoltatori telefonano per confessare le loro miserie, tra ironia e disincanto. Le voci di personaggi tragici, buffi, surreali, disperati si alternano al racconto della deriva del grasso giornalista in crisi in una città americana, alla ricerca del bandolo della sua vita. (presentazione del libro, Effigie)

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