Die Welt nach dem Kino
Von: Christian Zehnder
- dtv, München, 2014
Man muss solche Literatur lieben, und wer sie liebt, taucht ein und geniesst. Die Rede ist von Christian Zehnders zweitem Roman Die Welt nach dem Kino. Lorenz führt ein unscheinbares Leben, zuerst als Platzanweiser im Kino, dann als Bibliothekar in einer russischen Bibliothek. Später nimmt er eine Stelle im Kopiergeschäft an. Das fremde Tagebuch mit dem Titel «Moskau wird immer kleiner» könnte eine Wende in Lorenz’ Leben bedeuten. Als Lorenz der Lehrerein Iris begegnet, könnte etwas entstehen, eine Liebe könnte beginnen. Wenn nicht der Verfasser Jonas auftauchte … Der Konjunktiv überwiegt in diesem Roman, dessen Geheimnisse wunderbar zu den nebligen Herbsttagen passen. (lst)