Die Vielgeliebte meines Mannes

Von: Margrit Schriber

Pointenreich und mit sarkastischem Humor entwirft Margrit Schriber ein Sittengemälde aus den sechziger Jahren in der trügerischen Idylle eines Schweizer Dorfes zwischen See und Bergen. Charly und Rosy beginnen da in ihr Eheleben, nachdem Charly die Stelle als Organist angetreten hat. Die Attraktion des Dorfes ist die exzentrische Madam Benz, die auch Charlys Blicke auf sich zieht. Gleichzeitig wird er von seinen Chormädchen angehimmelt, die Rosy mit hasserfüllter Arroganz begegnen. Unbekümmert und verliebt versucht Rosy allen Hindernissen zu trotzen, findet aber keinerlei Unterstützung durch ihren affektierten Ehemann. Wie beim Betreten eines Sees der Untergrund aufgewirbelt wird, so fördert auch die Geschichte immer mehr Schmutz zutage und endet unausweichlich in einer Katastrophe. (ls)

Nach einer Chorprobe schießt die dreizehnjährige Kitty aus Eifersucht auf die Ehefrau des Organisten Charly – das Drama des Sommers der schönen Gesänge und bunten Farben nimmt seinen Lauf. Margrit Schriber zeigt sich von einer neuen Seite und nimmt uns mit in die 60er Jahre. Es beginnt mit der Anstellung des Musikstudenten Charly als Organist in der Kirche St. Agatha in einem abgelegenen Dorf am See. Er gründet einen Mädchenchor, was bei den Töchtern von ungelernten Arbeiterinnen aufregende Zukunftsträume weckt: Warum sollten sie nicht entdeckt werden wie die Gesangs- und Filmstars, für die sie schwärmen? Im Dorf lernt Charly außerdem die exzentrische Madame Benz kennen, die ihn fasziniert. Über den Chorproben und den regelmäßigen Besuchen in der Villa von Madame Benz vergisst Charly sein Studium und seine junge Frau, die uns die Geschichte erzählt. Das eifersüchtige Chormädchen Kitty schmiedet einen Plan mit dramatischen Folgen. (Buchpräsentation Nagel & Kimche)

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