Die Kur

Von: Arno Camenisch

Ein frisch pensioniertes namenloses Ehepaar verbringt einen Kurzurlaub in einem noblen Hotel im Engadin. Die beiden sind als Gegenpole angelegt: Seine Gedanken kreisen um den Tod und er wäre überhaupt am liebsten zu Hause geblieben, sie ist lebenslustig und macht Pläne für die Zukunft. Der Roman entwickelt sich fast ausschliesslich in den Dialogen dieses schrulligen, manchmal skurrilen, aber menschlich immer anrührenden Paares. «Die grosse Kunst des Lebens ist der Tod» - dieses Zitat auf der Rückseite des Umschlags umschreibt das Thema des Romans besser als der Titel Die Kur. In einem mitternächtlichen Tanz in der Hotelbar begegnen sich das Leben und der Tod. Tragik und Komik vermischen sich meisterhaft, ebenso wie Tiefsinn und Allgemeinplätze. Die Sprache mit ihrer eigenwillige Metaphorik, den Einsprengseln aus dem Dialekt und aus dem Romanischen und ihrer grossen Konzentration ist ein Genuss. (vb)

Die Kur
Ein Mann und eine Frau, im Herbst ihres Lebens, verschlägt es wegen einem Tombola-Gewinn in ein nobles Fünf-Sterne-Hotel ins schöne Engadin. Während sie in diesen paar Tagen und Nächten ihre Sehnsüchte wieder aufleben spürt und aufblüht, fühlt er sich wie auf seinem letzten Gang. Zum Glück hat er seinen Plastiksack dabei, der auf alle Lebenslagen eine Antwort enthält. In 47 Bildern begleiten wir die beiden und werden Zeugen ihrer Lebensbilanz – wo kommen wir her, was wollten wir werden, und wo gehen wir hin? Die Liebe, das Leben und der Tod stellen ihnen die zeitlosen Fragen, auf die sie ihre eigenen Antworten haben, bevor es endgültig dunkel wird. Arno Camenisch zeigt sich in seinem Roman als Meister ebenso skurriler wie menschlich vertrauter Geschichten, die auf das absolut existentielle Minimum reduziert sind. (Klappentext Engeler Verlag)

Mehr zu Die Kur