Die japanische Tasche
Von: Adolf Muschg
- C.H. Beck, München, 2015
Im neuen Roman von Adolf Muschg sucht ein Mensch sein Heil. Der Historiker Beat Schneider verschwindet, weil ihm aus eigener Schuld die geliebte Frau abhanden gekommen ist. Elternlos aufgewachsen hat «das tapfere Schneiderlein» immer um Zugehörigkeit und Liebe kämpfen müssen, bis es ihm schliesslich zuviel wird. Zurück bleibt eine kleine Gemeinschaft von eigenwilligen Freunden, die sich weiterhin an ihn erinnert. Adolf Muschg meistert das existentielle Thema souverän und mit subtilem Witz. Voller Anspielungen und durchdrungen von Märchen zeichnet sein Roman einen wunderbaren Irrgarten des Menschlichen. (bm)