Die Gespenstersammlerin

Von: Verena Stössinger

In ihrem Roman Die Gespenstersammlerin taucht Verena Stössinger in die mythische Welt des hohen Nordens ein. Eine Literaturwissenschaftlerin nutzt einen halbjährigen Aufenthalt auf den Färoern, den «Schafinseln», um sich mit Geistern, Gespenstern und Wiedergängern zu beschäftigen. Dabei kommt sie nicht ungeschoren davon. Die Faszination für die mythischen Seehundmenschen wird durch die Nachricht überlagert, ihr vor langem ertrunkener Vater sei zuhause wieder aufgetaucht. In dem atmosphärisch stimmigen Roman legt sich ein feiner Dunst über die Grenzen zwischen Wahrheit und Mythos. (bm)

Die Gespenstersammlerin
Hulden, Trolle und Meerfrauen. Marra, die nachts den Menschen in den Mund greift und die Zähne zählt; Selbstmörder, die zu Seehunden werden, und Fischer, die als Wiedergänger keine Ruhe finden - Astrid hat sich für ein halbes Jahr in den hohen Norden abgesetzt. Auf den Inseln sammelt sie regionale Gespenstersagen. Dabei erlebt sie, wie ihre eigene geordnete Welt zunehmend Risse bekommt. Eine Unbekannte poltert nachts an ihre Tür. Sie begegnet Pætur, er konfrontiert sie mit der Geschichte und Realität des Landes und kommt ihr bald sehr nah. Und schließlich taucht die Freundin ihrer Mutter auf und behauptet, Astrids Vater sei zurückgekommen, obwohl er vor langer Zeit ertrunken ist. Ein wunderbar bildsatter Roman vor der Kulisse einer befremdlich rauen Insellandschaft. (Buchpräsentation edition bücherlese)

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