Die Chronik des Zeichners
Von: Hannes Binder
- Limmat, Zürich, 2014
In einem Biedermeiersekretär seiner Grossmutter entdeckte Hannes Binder alte Aufzeichnungen. Sie liessen ihn eintauchen ins 19. Jahrhundert und regten ihn an, ein Doppelchronik über seinen Urgrossvater und über sich selbst zu verfassen. Das Ergebnis tut sich durch erzählerischen Eigensinn hervor. Schon von 150 Jahren vollzog sich ein technologischer Wandel, der den Kammacher Schalch bedrohte. Vergleichbar sieht sich heute auch der Zeichner Binder herausgefordert. Beide Prozesse verschlingen sich ineinander zu einem Bilderreigen in schwarz-weiss, der Text und Zeichnung zu einer bestechenden Einheit bringt. (bm)