Der Schatten über dem Dorf

Von: Arno Camenisch

Arno Camenisch leuchtet die Unglücksfälle aus, die im Lauf der Jahre ihre Schatten auf das Dorf seiner Kindheit in der Surselva, auf seine Familie und auf ihn persönlich geworfen haben. Als Grundthema zieht sich der Tod von drei Kindern beim Spielen mit Feuer durch das Buch. Der Autor versucht, dieses Ereignis zu fassen und nachzuvollziehen, wie die Dorfgemeinschaft damit umgeht. Keine romanischen Einsprengsel und kaum schweizerdeutsche Ausdrücke finden sich dieses Mal in seiner Sprache. Der Text ist tagebuchartig und vermittelt den Eindruck faktischer Authentizität. Dass die jäh über die Menschen einbrechenden Katastrophen am Schluss in einer tröstlichen Gesamtschau aufgehen, ist die Schwäche dieses Buchs, dessen präzise Alltagsbeschreibungen hingegen sind ein Qualitätsmerkmal von Camenischs Schreiben. (vb)

Arno Camenisch erzählt in seinem Roman von einem Dorf in Graubünden, das von einer Tragödie überschattet wird. Die Tragödie geschah eineinhalb Jahre, bevor der Erzähler auf die Welt kam. Davon handelt dieses Buch, es ist Arno Camenisch persönlichstes Buch, in einem berührenden Ton und mit grosser Klarheit erzählt Arno Camenisch vom Leben und vom Tod und von den Menschen, die von uns gingen und die wir weiter im Herzen tragen. Es ist ein Buch über den Umgang mit Verlust und das Vergehen der Zeit, und es ist ein Buch über die Zuversicht, dass mit dem Frühling die Sonne wieder ins Leben zurückkehrt. (Engeler Verlag)

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