Der Mann mit den zwei Augen
Von: Matthias Zschokke
- Wallstein, Göttingen, 2012
Matthias Zschokke erzählt in seinem neuen Roman von einem gewöhnlichen Mann, der ins Alter gekommen ist und soeben seine Frau verlor. Sie nahm sich das Leben. Er bleibt in der Welt zurück, und geht fortan seiner einsamen Wege. Von einem andern Menschen können wir ohnehin nichts wissen, wo wir uns selbst kaum kennen. Zschokkes Roman schwankt gefährlich zwischen absurdem Witz und bedrückender Entfremdung. Er ist einerseits das ausgebuffte Porträt eines Jedermann – zugleich erzählt es vom Menschen als einem im Kern einsamen, geradezu heroisch misanthropischen Wesen. (bm)