Der Junge, der den Hauptbahnhof Zürich in die Luft sprengte
Von: Markus Bundi
- Septime, Wien, 2020
Es steckt viel Welt in Markus Bundis Erzählband Der Junge, der den Hauptbahnhof Zürich in die Luft sprengte: Fake News, Jobverlust, Altenpflege, Liebeskummer, Geburt und Tod. Die einundzwanzig Erzählungen handeln nicht nur von sich wandelnden Figuren mit ihren Ängsten und Sehnsüchten, sondern auch vom Erzählen selbst. Zahlreiche intertextuelle und poetologische Anspielungen sind mal in grelleren, mal in gedeckteren Farben zu einem Vexierspiel verwoben. Dieses Spiel erscheint so mitunter zwar schablonenhaft, es regt aber auch immer wieder dazu an, den Lauf der Welt und die Konsistenz des eigenen Ichs aufs Neue zu beleuchten und zu hinterfragen. (jpk)