Der beruhigende Klang von explodierendem Kerosin

Von: Heinz Helle

Im Debüt des in Biel wohnhaften Heinz Helle macht ein junger Philosoph einen Forschungsaufenthalt in New York. Nicht nur seine Arbeit über das Bewusstsein scheint dort aber in eine Sackgasse zu münden, auch seine Beziehung. Ein unaufhaltsamer innerer Monolog berichtet von der Endlichkeit der Liebe und den Grenzen des Denkens («Solange ich die Dinge nur denke, tun sie niemandem was»). Der beruhigende Klang von explodierendem Kerosin ist eine Selbsthinterfragung und Selbstbeobachtung, wobei tatsächliche Ereignisse weniger im Vordergrund stehen, als Assoziationsketten und rhythmisierte Gedankentürme, die virtuos daraus hervorgehen. (ava)

Der beruhigende Klang von explodierendem Kerosin
«Vielleicht werden sie eines Tages herausfinden, was es bedeutet, ich zu sein. Dann werden sie sagen: Wir wissen, was Bewusstsein ist. Sie werden endlich die Kontrolle bekommen über das Ich. Dann werde ich hingehen zu ihnen und sagen: Ich darf nicht aufhören, sie zu lieben, nichemals. Können sie da was machen?» (Heinz Helle, _Der beruhigende Klang von explodierendem Kerosin_. Berlin: Suhrkamp, 2014)

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