Der beruhigende Klang von explodierendem Kerosin
Von: Heinz Helle
- Suhrkamp, Berlin, 2014
Im Debüt des in Biel wohnhaften Heinz Helle macht ein junger Philosoph einen Forschungsaufenthalt in New York. Nicht nur seine Arbeit über das Bewusstsein scheint dort aber in eine Sackgasse zu münden, auch seine Beziehung. Ein unaufhaltsamer innerer Monolog berichtet von der Endlichkeit der Liebe und den Grenzen des Denkens («Solange ich die Dinge nur denke, tun sie niemandem was»). Der beruhigende Klang von explodierendem Kerosin ist eine Selbsthinterfragung und Selbstbeobachtung, wobei tatsächliche Ereignisse weniger im Vordergrund stehen, als Assoziationsketten und rhythmisierte Gedankentürme, die virtuos daraus hervorgehen. (ava)