Das Jahr der Frauen

Von: Christoph Höhtker

Mit dem Kommunikationsfachmann und Frauenhelden Frank Stremmer frönt Christoph Höhtker dem Spass eines schamlos politisch unkorrekten Zynikers und Machos. Stremmer will ein Jahr lang jeden Monat eine Frau ins Bett bekommen. Schafft er es, darf er sich zur Belohnung umbringen. Seine paradoxe Herausforderung nimmt er äusserst ernst, dafür sonst nichts und niemanden. Das Jahr der Frauen ist eine bekömmliche Komödie mit milde provokativen Elementen. (fb)

Das Jahr der Frauen
Was ist zu tun, wenn man von allem endgültig genug hat, der Therapeut aber dennoch Vorsätze für das neue Jahr hören möchte? Frank Stremmer, Anfang vierzig, ausgebrannter deutscher Expat in Diensten einer illustren internationalen Genfer Organisation, rafft sich zu einem letzten Kraftakt auf: Zwölf Frauen in zwölf Monaten! Ohne Geld, ohne Versprechungen, ohne Perspektiven. Was als Witz, als müde Provokation gegenüber seinem Psychologen beginnt, entwickelt sich schon bald zur fixen Idee. Immer verbissener verfolgt der PR-Mann sein «Projekt», immer grotesker werden seine Annäherungsversuche. Denn am Ende, so hat Stremmer es sich vorgenommen, soll nichts Geringeres stehen als: Die Erlösung. Zwölf Frauen in zwölf Monaten bedeuten für ihn die «Legitimation» zum Freitod. Das Jahr der Frauen, das sind die amüsant-absurden Notate eines Besessenen. Sex als Sterbehilfe, Flirts im Endzeitmodus mit Judith Butler als Stichwortgeberin. Stremmers irrwitzige Jagd durch Online-Portale, Bars und Schlafzimmer endet jedoch nicht im Frieden leerer Schlaftablettenröhrchen, sondern im Chaos, im blutigen Staub eines afrikanischen Bürgerkriegsstaates. – Der finale, frauenlose Akt? Oder gar ein Neubeginn? (Buchpräsentation weissbooks)

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