Das Fleisch der Welt

Von: Adam Schwarz

Niklaus von Flüe verlässt die Klause und begibt sich mit seinem ältesten Sohn Hans auf die Suche nach einem Zeichen Gottes. Es soll irgendwo im Westen liegen. Weitere Pilger schliessen sich ihrem Road Trip an, der selbst an der Atlantikküste nicht Halt macht. Mit dem Floss setzen sie im Januar 1474 zur Entdeckung Amerikas über Meer. Das Prosadebüt von Adam Schwarz erzählt eine historische Reise, die allmählich fantastische Züge annimmt. Bruder Klaus macht dabei nicht nur gute Figur, zum Vergnügen der Leser. Allerdings lässt der Autor offen, was ihn heute dazu bewegt hat, das Leben des Einsiedlers als historischen Schelmenroman zu erzählen. (bm)

Das Fleisch der Welt
Wer hat Amerika entdeckt? Ein Schweizer! Schelmenroman, Roadmovie und historischer Roman in einem – und ein Einsiedler auf Abwegen. Als sein Vater Niklaus beschließt, die Familie zu verlassen, um Eremit zu werden, ist Hans von Flüe schockiert. Drei Jahre später hat sich der junge Bauer jedoch an die väterliche Abwesenheit gewöhnt. Er hat eine Menge zu tun, bewirtschaftet einen eigenen Hof und hilft seiner Mutter und den Geschwistern. Da tritt sein Vater auf einmal wieder in sein Leben und fordert Hans auf, ihn auf eine letzte Pilgerreise zu begleiten. Zögernd willigt Hans ein. Die Reise führt das ungleiche Paar nach Westen, immer dorthin, wohin Niklaus’ Vision sie treibt. Als sie am Atlantik ankommen, glaubt Hans, die Reise sei nun zu Ende. Ein Irrtum, denn Niklaus möchte sich mit einem Floss auf den Ozean wagen … Das Fleisch der Welt ist ein wilder spätmittelalterlicher Road Trip, der daran erinnert, dass man weder vor der Welt, noch vor der eigenen Familie und schon gar nicht vor sich selbst fliehen kann. Glaube und Unglaube, Wahrheit und Lüge und die Kolonialgeschichte werden in diesem gewieften Text neu erzählt. (Buchpräsentation Zytglogge)

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