Corpi
Von: Lou Lepori
- Effigie, Pavia, 2024
Lou Leporis fünfter Roman Corpi beschließt die «Trilogie des einsamen Mannes». Erneut kreist der Text um Überlegungen zur Körperlichkeit in der Kunst und ihren Ausdrucksformen und spitzt sie zu in der Figur des Tänzers Andrea, der aufgrund eines Achillessehnenrisses mit dem Tanzen aufhören muss. Statt das Ende seiner Karriere passiv zu erleiden, nimmt er mit typisch tänzerischer Souplesse die Herausforderung seiner Nichte Arka an: Ohne soziale Kontakte lebt er drei Monate lang in einem unbekannten Land Osteuropas, dessen Sprache er nicht versteht, und entwirft in seinem Notizbuch Porträts von Passanten. Dabei zeigt sich weniger die Fragilität eines auf sich gestellten Mannes als die Kraft der Liebe eines neuen Menschen mit Leichtigkeit und Tiefe, Bewusstsein und Resilienz. (sl Übers. rg)