Chaya

Von: Kathy Zarnegin

Kathy Zarnegin wurde 1964 in Teheran geboren und lebt heute in Basel. Die Psychoanalytikerin, Übersetzerin und Lyrikerin überzeugt in ihrem klugen Debütroman Chaya mit einer überschäumenden Erzähllust. Sie schafft mit Chaya eine Figur, die Parallelen zu ihrer eigenen Lebensgeschichte aufweist. Wie die Autorin wird das knapp fünfzehnjährige Mädchen kurz vor der Islamischen Revolution ins Schweizer Exil geschickt. Dort eignet sie sich in kurzer Zeit die deutsche Sprache an, macht die Matura und beginnt Philosophie zu studieren. Sie integriert sich perfekt in ihrem neuen Umfeld. Doch dass sie auch sehr eigenwillig ist, zeigt sich, als sie eine weltfremde Gedichtagentur gründet. (jh)

Chaya
Teheran, 70er Jahre: Ein junges Mädchen beschließt, Schriftstellerin zu werden, und träumt von Europa. Kaum ist sie aus dem turbulenten Iran im Herzen Europas angekommen, verwandelt sich das neugierige Kind im Schnelldurchlauf in eine Frau, die plötzlich «vor dem Leben» steht: Wie rasch lerne ich die neue Sprache, wie komme ich an Geld, was mache ich mit meinen Träumen, wo finde ich den, mit dem es sich lieben lässt? Chaya ist ein Paradiesvogel. Unangepasst, freiheitshungrig, eine Frau, die sich von nichts und niemandem schrecken lässt, ein Großstadtwesen und manchmal sogar ein quittengelber Kanarienvogel. Wie damals «Zazie in der Metro» streift Chaya abenteuerlustig durch eine Welt, die sich vor ihr in eine wundersame bunte Kugel verwandelt. (Buchpräsentation Weissbooks)

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