Böse Delphine

Von: Julia Kohli

Halina studiert Geschichte und jobbt in einem Buchkiosk am Flughafen. Während andere wegfliegen, bleibt sie am Boden und beobachtet den hektischen Betrieb um sie herum. Halina hat einen «frechen» Blick, der die lächerliche Komik in ihrer Umwelt blosslegt. Sie behält diesen Blick auch in ihrem privaten Alltag bei. Julia Kohlis Debütroman zeugt von einer spielerischen Lust an der satirischen Beobachtung. Indem sie das Tun der Menschen genau aufs Korn nimmt, blickt sie ins Herz einer Epoche, in der alles möglich ist, weil alles beliebig geworden ist. Für ihr Buch Böse Delphine hat Julia Kohli den Studer/Ganz-Preis 2018 erhalten (zur Laudatio). (Beat Mazenauer in Viceversa 14, 2020)

Halina studiert Geschichte und arbeitet im Buchkiosk am Zürcher Flughafen. Im Transitbereich beobachtet sie die Schikanen der Vorgesetzten und die Solidarität unter Angestellten. Mit Freunden aus der Akademikerwelt besucht sie Konzerte, Partys und Vernissagen. Doch nirgends fühlt sie sich ganz zugehörig, überall entdeckt sie Absurditäten im scheinbar Normalen. Und auch in der Liebe läuft so einiges aus dem Ruder, dabei fängt es so gut an mit Elias, dem charmanten Archäologen und perfekten Schwiegersohn. Julia Kohlis quirlige Milieusatire geht quer durch die Gesellschaft. Leichtfüssig vermittelt sie das Lebensgefühl einer Generation zwischen Coolness und Verlorenheit, zwischen Ironie und Intimität. (Buchpräsentation Lenos Verlag)

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