Autour du cairn
Von: Alexandre Chollier
- Editions Héros-Limite, Genève, 2010
Das mit subtilen Zeichnungen von Marc de Bernardis illustrierte Buch von Alexandre Chollier vertieft sich in die Mannigfaltigkeit von Formen und Namen, welche die waghalsigen Steinauftürmungen annehmen können - cairn, kerkour, inuksuk, iqualuqarniraijuq, Trockenmauern, von Künstlern oder Erforschern erbaut, die einen Weg aufzeigen oder auf einem Pass stehen. «Hat man sie einmal benannt, erscheint der Steinturm voll und ganz als ein Artefakt, welcher nährt und sich von anderen Beziehungen nährt. Beziehungen zwischen Menschen, zwischen Mensch und Gottheit, zwischen Lebenden und Toten, Heiligen und Nichtheiligen, und grundlegender noch, zwischen dem Menschlichen und dem Nicht-Menschlichen». Indem er anthropologische, philosophische und soziologische Überlegungen mit poetischen Betrachtungen vermischt, betont Alexandre Chollier, gleiche das Projekt des Buches seinem Objekt: als Markierungspunkt könne der cairn eine andere Denkweise antreiben. «Versucht man ihn zu verstehen, wird man vor allem dazu verleitet, ihn durch seine Beziehungen zum Ort und zur Welt zu lesen. Zudem, so wie der Dichter, bedeutet es den Weg zu Dingen auf sich zu nehmen, im Wissen, dass in Wirklichkeit die Dinge ihren eigenen Weg gehen.»