Aufräumen

Von: Angelika Waldis

Luisa, die siebzigjährige Hauptfigur in Angelika Waldis drittem Roman, reist von Zürich nach Genua mit Gift im Gepäck. Sie hat beschlossen, ihren Ehemann, den Schwiegersohn und den Arzt ihrer älteren Tochter aus dem Weg zu räumen. Unterwegs lernt sie einen etwa vierzigjährigen Mann kennen, dessen Gesicht unruhig flackert. Flack, wie sie ihn nennt, ist aus der psychiatrischen Klinik ausgebrochen. Das ungleiche Paar erlebt skurrile Szenen auf seiner italienischen Reise, die auch zur Erinnerungsfahrt durch Luisas Leben wird. Trotz einiger etwas klischierter Gegensätze (zwischen Mann und Frau, zwischen «normal» und «anders») ist das Buch mit seinen sprachlichen und bildlichen Trouvaillen eine anregende, mitreissende Lektüre. (rg)

Aufräumen
Luisa hat beschlossen, aufzuräumen. Als erstes muss Alfred weg. Alfred, das dunkle Kneiftier ihres Lebens. Noch zwei weitere Männer sind zu entsorgen. Dass es lauter Männer sind, ist Zufall. Es sind einfach drei, die ihr Leben verwüsten. Sie müssen weg. Auf der Reise zur Beseitigung Alfreds ziehen die berührenden Bilder ihres Lebens an ihr vorbei: der Schmerz um die beiden Töchter - die behinderte Maya und die unglückliche Miriam -, ihre geheime Liebe zu Silvan, die Zeiten des Glücks und die Zeiten der Wut. Ein eigenartiger Begleiter bringt ihre Reise durcheinander: der aus der Klinik entlaufene Flack. Mit ihm erfährt die tüchtige Luisa zum ersten Mal die Lust am Unsinn und den Spass am Absurden. Aber das Aufräumen gibt sie nicht auf. (Klappentext Europa Verlag)

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