Alla fine dell'Illuminismo
Von: Max Frisch, Übersetzung: Mattia Mantovani
- Meltemi, Milano, 2019
Von welcher Seite man sich auch immer Max Frisch nähert – immer führen seine Neugierde und sein Forschertrieb wieder von ihm weg. Frischs Haltung verweist stets darauf, dass die Realität sich nicht vereinfachen und das Ich sich nicht ohne Widersprüche konstruieren lässt. Dies erscheint klar auch in Mattia Mantovanis bei Meltemi erschienener Interviewsammlung Alla fine dell’illuminismo. Interviste e colloqui. Darin stellt Frischs ketzerischer Humanismus, der die Unruhe zur kritischen Methode erhebt, auch die traditionelle Anordnung der Gespräche infrage, so dass die Gesprächspartner ihre Rollen tauschen und das festgelegte Frage- und Antwortspiel verlassen, um sich gemeinsam dem unbekannten Land der Literatur zu nähern, das den Autor zwingend selbst in Erstaunen versetzt. (lt, Übers. rg)