All das hier

Von: Alexander Kamber

Alexander Kamber erzählt in seinem Debüt wie vier junge Menschen mit dem unvermittelten Tod ihres guten Freunds umgehen müssen, der bei einem Autounfall ums Leben kommt. Der Tod Finns hinterlässt im Gefüge der Gruppe eine Leere, welche die Beziehungen der anderen vier auf die Probe stellt und vieles in der Schwebe lässt. Aus der Perspektive von Malte wird einerseits die Beerdigung und eine anschliessende Reise nach Frankreich erzählt, andererseits wird zurückgeblendet zum gemeinsam verbrachten Sommer in Hamburg. Während der Roman sprachlich und stilistisch nicht ganz zu überzeugen vermag, entwickelt die Figurenkonstellation eine gewisse Spannung und einen mitreissenden Sog. (mk)

Einen Sommer lang waren sie zusammen, haben in Hamburg ein Theaterstück auf die Bühne gebracht und sind danach für unbeschwerte Tage ans Meer gefahren. Ein Jahr später kommt Finn bei einem Autounfall ums Leben, und mit ihm schwindet das heimliche Gravitationszentrum der Beziehungen. Da ist Anna, einst Finns Freundin, die jetzt mit Malte zusammen ist. Malte, dessen Nähe zu Finn ungeklärt geblieben ist. Und da ist Ben, dem Finn gegen die Drogen zu helfen versucht hat und der Finns Freundin Nessa mehr als zugeneigt ist. Der Roman erzählt von den wenigen Tagen nach Finns Tod und vom Wiedersehen der Freunde zum Begräbnis in Zürich. Sie streifen durch die Bars und über die Dächer der Stadt und versuchen, das Vergangene wieder zusammenzusetzen. Der noch von Finn geplante gemeinsame Trip nach Südfrankreich verspricht, wieder an jene Tage am Meer anknüpfen zu können. *All das hier* ist ein Roman von einer melancholisch gelassenen Poesie, der von den Liebesgeschichten eines Freundeskreises und vom Ende der Jugend erzählt. (Buchpräsentation Limmatverlag)

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