Album sans famille
Von: David Gagnebin-de Bons
- art&fiction (Sushlarry), Lausanne, 2022
David Gagnebin-de Bons jüngstes Buch Album sans famille präsentiert als aus der Zeit gefallener Band rund fünfzehn Fotos und macht dabei die Last des Kriegs, des Todes und der Abwesenheit spürbar. Zahlreiche leere Seiten finden sich zwischen den Beschreibungen und zeigen so, dass das Album, aus dem die Fotos stammen, unvollständig ist, «von Leerstellen übersät». Die Namen der fotografierten Menschen bleiben unbekannt. Mit diesen fragmentarischen Elementen und Bildern, die meist auf Stille und Zerstörung hinweisen, gibt der Autor den Dingen wieder Sinn und Ordnung. In ausgesuchtem, fast lyrischem Stil lässt er mit viel Liebe zum Detail eine verschwundene Vergangenheit aufleben. (vv Übers. rg)