À force d'en découdre
Von: Mary-Laure Zoss
- Le Réalgar, Saint-Etienne, 2019
In der stockenden Klarheit eines fast zeitlosen, auf wesentliche Elemente reduzierten Universums meldet sich eine Stimme mit kaum umrissener Identität zu Wort. Als kollektives «wir» oder unpersönliches «man» kämpft sie hartnäckig darum, sich zu äußern, einer Geschichte Gestalt zu geben, über die Angst hinweg, alte Konflikte wiederzubeleben oder gemaßregelt zu werden. In ihr vibriert der Wunsch, zu überwinden, was ihr nahegeht und sie verletzt. So rührt sie an Kindheitserinnerungen ebenso wie an die Sorgen des Erwachsenenlebens, in einer zugleich nüchternen und reichen Sprache, deren Unzulänglichkeiten sie zwar ständig beklagt, die sie aber meisterlich einsetzt. (Claudine Gaetzi in Viceversa 14, 2020. Übersetzung Carlotta Bernardoni-Jaquinta)