1979
Von: Hélène Becquelin
- Antipodes, Lausanne, 2020
Hélène Becquelin geht in 1979 einem Jahr ihres Lebens in einer Walliser Kleinstadt nach, in dem die Jugendliche sich an Familie und Schule reibt und die Punk-Kultur entdeckt. Der Graphic Novel ist ein Zeitbild und beschreibt gleichzeitig einen entscheidenden Moment in der persönlichen Entwicklung. In ihrer Einsamkeit hat Hélène einen imaginären Begleiter, einen länglichen Schatten mit grossen, ausdrucksstarken Augen, mit dem sie in Gedanken Gespräche führt. Er macht sich Sorgen, wenn sie sich nicht gut mit ihrem Umfeld versteht oder sich in Gefahren begibt. In Panels aufgeteilte Blätter wechseln ab mit Zeichnungen über eine Einzel- oder eine Doppelseite, was die Geschichte atmen lässt und ihre einen Rhythmus verleiht. Die feinfühlig gezeichneten Töne, von hellgrau bis tiefschwarz, widerspiegeln die Stimmungen des Mädchens auf seiner Identitätssuche. (cg Übers. rg)