Hermann Hesse
Hermann Hesse (Pseudonym: Emil Sinclair) wurde 1877 im deutschen Calw (Schwarzwald) als Sohn eines baltischen Missionspredigers geboren. Hesse versuchte sich erst als Mechaniker, dann als kaufmännischer Angestellter, ehe er ab 1895 eine Buchhändlerlehre in Tübingen absolvierte. Nach seiner Ausbildung arbeitete er mehrere Jahre als Buchhändler und Antiquar in Basel. 1904 entschloss er sich zur Existenz als freier Schriftsteller. 1911 unternahm er Reisen durch Indien und Europa. Nach der Auflösung der Familie und einer seelischen Krise zog Hermann Hesse 1919 in den Kanton Tessin, wo seine bedeutendsten Werke entstanden. Seit 1924 war er schweizerischer Staatsbürger. Hermann Hesse starb am 9. August 1962 in Montagnola. Neben seinem dichterischen Schaffen, für welches er 1946 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wurde, war Hesse auch als Maler tätig. Seine Werke wurden in viele Sprachen übersetzt und in den sechziger Jahren wurde Hesse wiederentdeckt: Der Steppenwolf und Siddhartha galten als Kultbücher für die Jugendbewegung jener Zeit.