Denis de Rougemont

Der Schriftsteller und Essayist Denis de Rougemont (1906-85) kam in Couvet im Jura als Sohn eines Pastors zur Welt. Mit einem Lizenziat in Literatur von der Universität Neuenburg liess er sich 1930 in Paris nieder, wo er die literarische Leitung des Verlags «Je Sers» besorgte und sich in der Bewegung der Personalisten engagierte. Er war Mitgründer der Zeitschriften Esprit und L’Ordre Nouveau. Nachdem er als Lektor an der Universität Frankfurt (1935-36) und als Chefredaktor der Nouveaux Cahiers (1937-39) gewirkt hatte, kehrte er 1939 in die Schweiz zurück, wo er mobilisiert wurde. Infolge eines berühmten Artikels über Hitlers Einmarsch in Paris wurde er 1940 von der Schweizer Regierung in die Vereinigten Staaten geschickt, um dort Vorträge über sein Land zu halten. Zurück in Europa, unterstützte er die Bewegungen für ein föderalistisch geeintes Europa. Er gründete und leitete in Genf ab 1950 das Centre Européen de la Culture, aus dem zahlreiche europäische Institutionen hervorgegangen sind.

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