Blaise Cendrars
Blaise Cendrars (eigentlich Frédéric-Louis Sauser) wurde 1887 in La Chaux-de-Fonds (NE). Nach einer wechselhaften Schullaufbahn, die Fritz Sauser 1902 an der Unteren Realschule in Basel mit seinem lebenslangen Freund August Suter zusammenführte, lief er von zu Hause weg. Seine Reisen führten ihn mehrfach um die Erde; auch besuchte er Russland, die Mandschurei und China. Als junger Mann führte er das Leben eines Abenteurers und versuchte sich in verschiedenen Berufen bis er Medizin und Philosophie an der Universität Bern studierte. 1910 kam er erstmals nach Paris. Gleich bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs im Sommer 1914 meldete sich Blaise Cendrars als Freiwilliger bei der französischen Fremdenlegion. In seiner Dienstzeit verlor er seine rechte Hand. Als Schweizer mit Wohnsitz in Paris fühlte sich der junge Avantgarde-Dichter verpflichtet, seine Wahlheimat gegen die Deutschen zu verteidigen. Spätere Reisen führten den Schriftsteller u. a. nach Rom (1921), Brasilien (1924–1928) und Spanien (1931). Ab 1950 lebte Cendrars in Paris, wo er 1961 starb.