Startseite

  • Agenda

  • Journal

  • Lesetipp

  • Neuerscheinungen

  • Nachrichten

  • -

Beitragen

Möchten Sie, dass Ihre Webseite im Suchindex erscheint?

Sie sind Autor oder Verleger und planen ein Buch oder eine Veröffentlichung?

LiteraturSchweiz

Einstellungen

Agenda

17-07-2024
Geschichtenfenster - lauschen und entdecken
-
Landesmuseum Zürich
Zürich

Agenda

17-07-2024
Geschichtenfenster - lauschen und entdecken
-
Landesmuseum Zürich
Zürich

Agenda

19-07-2024
Hundstage – Issa
Mirrianne Mahn
Millers
Zürich

Agenda

19-07-2024
lauschig und eintauchend – NACHTFALTERSPAZIERGANG…
lauschig - wOrte im Freien
Breite Winterthur
Winterthur

Journal

Mitteilung 2024-07-12 [«Topshelf Night» Schloss Lenzburg]: Eine Sommernacht zwischen Lichtern und Stars, die ganz der Literatur und dem Lesen gehört! Und Bookstagram! Und BookTok!

Journal

Mitteilung 2024-06-26 [Bachmann-Preis]: Statt Fussball 3 Tage lang Literatur gucken: Heute starten die diesjährigen «Tage der deutschsprachigen Literatur».

Journal

Mitteilung 2024-06-24 [Pro Litteris Preis 24 – Sasha Filipenko & Maud Mabillard]: ProLitteris verleiht zwei Preise in der Sparte Literatur an Sasha Filipenko und Maud Mabillard.

Journal

Mitteilung 2024-06-21 [Literaturfestival Zürich]: Nicht verpassen: Vom 8.-14.7.24 steigt wieder das Literaturfestival Zürich.

Journal

Mitteilung 2024-06-17 [Stiftung Lydia Eymann Literaturstipendium]: Bis 30.6.24 bewerben fürs Stipendium der Lydia Eymann Stiftung.

Journal

Mitteilung 2024-06-11 [Markus Bundi «Wilde Tiere»]: Beat Mazenauer bespricht «Wilde Tiere» von Markus Bundi für Viceversaliteratur.ch.

Lesetipp

Angelika Overath, Schwarzhandel mit dem Himmel / Marchà nair cul azur: Die Autorin Angelika Overath wohnt seit fünfzehn Jahren im Engadin, wo Deutsch zwar gut verstanden wird, doch eigentlich das romanische Vallader zu Hause ist. Bei diesem ungestörten Nebeneinander der Sprachen wollte die sprachsensible Autorin nicht abseits stehen. In der Lyrik fand sie einen Weg, sich ohne „immer schöne Sätze sagen“ zu wollen, mit dem Idiom der Einheimischen vertraut zu machen. Unter dem Titel „Schwarzhandel mit dem Himmel“ ist ihr zweiter zweisprachiger Gedichtband erschienen. Angelika Overath pendelt darin zwischen den Sprachen, übersetzt die eine in die andere, um dabei gewahr zu werden, dass sich die Kluft nie vollauf überbrücken lässt. „Die Poesie ist kein braves Kind“, heisst eines der Gedichte: „El nu fa per cumond“ („Sie gehorcht nicht“). Darin liegt gerade ihre Kraft und die Herausforderung an die Dichterin. Sie liebt die „fremde“ Sprache, die „auch meine Sprache“ ist, selbst wenn sie sie „schlecht spreche“. Diesen Topos wiederholt Angelika Overath immer wieder, wie um sich selbst dieses Vertrauen stets von neuem zu bestätigen. Über die lokale Sprache erhält auch die Engadiner Topographie eine besondere Aufmerksamkeit: der Schnee (vor allem), die Berge, der hohe Himmel. In einfachen, hingetupften Bildern fängt Angelika Overath den jahreszeitlichen Wandel und all die täglichen Aufgaben im Haus ein. Das lyrische Ich wird ob der bergigen Landschaft mitunter seekrank: „eine Matrosin der Sehnsucht“, oder unnachahmlich in Vallader: „üna matrosa da l'increschantüm“. In diesem Bild zeigt sich die Autorin als Geistesverwandte des Engadiner Dichters Dumenic Andry, der in seinen Gedichten den Bergen immer wieder das Meer und sich als Matrosen entgegenhält. Und so lugt die weite Welt auch bei Angelika Overath durch die Hintertüre herein. Schon unter den romanischen Gedichten taucht ein „Istanbuler Rondo“ auf, das auf einen Aufenthalt am Bosporus hinweist, und auf Overaths letzten Roman Ein Winter in Istanbul. Dies bekräftigend hat sie ihrem Band dreizehn „Istanbuler Elegien“ angefügt, in welchen sich der Himmel weitet. Diese Weitung bezieht sich auch auf die Form. Hier ungeteilt in ihrer vertrauten Sprache, beschreiben diese Elegien komplexere lyrische Strukturen und verraten so ein feineres sprachliches Raffinement. Gerade vor diesem Hintergrund aber beweist die zweisprachige Zwiesprache in den Vallader-deutschen Gedichten ihre schöne zarte Stimmigkeit.    (Beat Mazenauer)

Lesetipp

Daniel Strassberg, Der Teufel hat keine Zeit: Seit Herbst 2018 schreibt der Psychoanalytiker und Philosoph Daniel Strassberg Kolumnen für das online-Magazin Republik. Er unterzieht darin die aktuellen Debatten und den Zeitgeist einer nüchternen Prüfung, die sich vor ideologischen Zuspitzungen und Rechthabereien verschliesst. Diese Kolumnen hat er unter dem Titel „Der Teufel hat keine Zeit“ neu bearbeitet und zu einem verdienstvollen Plädoyer für den gesunden Menschenverstand aufgefächert. Eine Erzählung von Uwe Timm habe ihm vor Augen geführt, schreibt er in der Einleitung, „wie viel Elend die Versuche, die Menschheit zu verbessern, über die Menschen gebracht haben. Um dieses Elend soll es in diesem Buch gehen.“ Strassberg lässt dabei kein Thema aus, weder die strittige Identitätspolitik noch Fake und Lügenverbot. So unmissverständlich er dabei Stellung nimmt, so unaufgeregt bleiben seine Texte, weil sie sich nicht irgendeiner Bubble andienen wollen, sondern Antworten in der Pragmatik, der Lebenserfahrung und der Philosophie suchen. Viele mag es überraschen, wie fundiert sich zeitgeistige Fragen mit einem Blick in die Geschichte des Denkens erörtern und erhellen lassen. So zitiert er den Florentiner Benedetto Varchi, mit dem Motto für ein Buch: „Fürwahr, Liebe trägt mich, wohin ich nicht will“, und aus einem Dialog: „Denn wer nichts versteht als Logik, versteht in Wahrheit gar nichts.“ Dem hält er pragmatisch entgegen die drei grossen kantischen Fragen entgegen: „ Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen?“ Dabei vergisst Strassberg nicht zu erwähnen, dass diese Fragen von der „hypochondrischen Vernunft“ längst um eine vierte, alles überstrahlende Frage ergänzt wird: „Was tut mir gut?“ In diesem Spannungsfeld entfaltet er ein Nachdenken, das gerne auch die eigene Person in die Verantwortung nimmt. „Der Übergewichtige trägt buchstäblich selbst schwer an seiner Schuld“, hält er mit Blick auf sich zum einen, zum andern auf das Thema der Askese fest. Woher kommt dieser lebensfeindlich Kult des massgerechten Körpers, der dafür malträtiert werden muss. Der Körper habe sich, schreibt er, längst „vom Ausdrucksmittel zum Kapital“ verwandelt, zur humanen Ressource, die ausgebeutet werden kann. Dieser Ausbeutung hält er mit Menippos oder Rabelais einen karnevalesken Spott entgegen, der die Fülle feiert. Ob es um den Maschinen-Menschen geht oder die Unvernunft der Entscheidung geht, immer hält er ein Mass des Menschlichen, das sich zuallererst darin zeigt, dass jeder Mensch singulär ist, also die Ausnahme. Strassbergs Buch ist ein wohltuendes Remedium gegen die diskursive Aufgeregtheit, die es nur allzu oft schafft, die drängenden Fragen und Probleme hinter Scheinkonflikten zu verdrängen. „Die Gegenspielerin des Rechthabens ist die Empathie“, liesse sich als Motto darüber setzen. Es geht dabei keineswegs um ein voreiliges Einverständnis, c'est le ton qui fait le discours. (Beat Mazenauer)

Lesetipp

Regina Dürig, 2 ½ Gespenster: In Jonnas Familienleben hat das Chaos Tradition: Immer dann, wenn ihre Eltern Dominik und Ines «Trennung spielen» (elf Mal in den letzten zehn Jahren), gerät der Alltag aus den Fugen. Dann zieht der Vater in die familieneigene Siebdruckerei im Hinterhof und die Mutter verwandelt sich in eine «von diesen Heuschrecken, die man nicht sieht, weil sie sich als Stöckchen oder Blättchen komplett wegtarnen in ihrer ach so lebensfeindlichen Umgebung». Ein Wunder, dass Jonna in diesem Haushalt Nerven und Humor behält. Das ändert sich, als Leo-mit-den-roten-Cowboystiefeln, ein 19-jähriger Heath-Ledger-Typ, in ihr Leben tritt, oder besser: sich in die Kleinfamilie schnorrt. Die Geschichte, die sich bald zu einem existentiellen Seelendrama auswächst, beginnt mit einer zufälligen Begegnung im Café: Als Leo seine drei Mohn-Zitronen-Sahneschnitten nicht bezahlen kann, übernimmt Dominik in einem seiner gefühlsduseligen Anfälle die Rechnung für «das bisschen Kuchen». Am nächsten Tag steht Leo überraschend im Hinterhof um das spendierte Geld abzuarbeiten. Regina Dürig entwirft mit subtilen Mitteln und kreativen Sprachbildern eine verstörende Versuchsanordnung ohne Netz und doppelten Boden. So erwischt es die verliebte Jonna eiskalt, als ihr irgendwann klar wird, dass Leo nicht einfach nur ein cooler, etwas verplanter Möchtegern-Student auf Durchreise ist, sondern ein aus allen sozialen Bindungen Losgelöster – eine Art Wiedergänger mit destruktiver Agenda. «2 ½ Gespenster» ist ein intensiver, kompakter Jugendroman, der einen nach nur 140 Seiten und einem rätselhaften Schluss bereichert in die eigene Fantasie entlässt. Alice Werner (Quelle SIKJM)

Neuerscheinungen

Andrea Peter: Mein Schweiz Ausmalwimmelbuch . vatter&vatter.

Neuerscheinungen

Lukas Hartmann: Ins Unbekannte . Diogenes Verlag TB.

Nachrichten

AdS Annonces RSS: A*dS: Sommerpause / vacances d'été / pausa estiva / summer break

AdS Annonces RSS: Offener Brief für den Erhalt der Hörspielförderung der Film- und Medienstiftung NRW

AdS Annonces RSS: « Valeur de la démocratie » : déclaration de création

AdS Annonces RSS: Medienmitteilung von Suissculture: WBK-N Kürzungsantrag Pro Helvetia in der Kulturbotschaft

AdS Annonces RSS: Gründungserklärung «Der Wert der Demokratie»

-